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META_

"Ich habe auf dieser Welt noch kein handgreiflicheres Ungeheuer und Wunderding gesehen, als mich selbst. Mit der Zeit und Gewohnheit macht man sich mit allem Befremdlichen vertraut. Doch je mehr ich mit mir umgehe und mich kennen lerne, desto weniger kenne ich mich in mir aus.
(Michel de Montaigne)

Die Arbeit META_ greift unterschiedliche Aspekte des Körperdiskurses auf. Dabei geht es vor Allem um die kontinuierliche Polarität des Menschen, der sich im Feld zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit, äußeren Einflüssen und inneren Zuständen bewegt.
Somit verweist auch der Titel META_ auf etwas hinter der Oberfläche Verborgenes.
Der menschliche Körper ist zeitlebens ständigen Veränderungen unterworfen, doch ist er gleichzeitig an physikalische Grenzen gebunden.
Mein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Grenzfläche, der Haut, die den Menschen sowohl nach innen verschließt und ebenso der Aussenwelt öffnet. Somit wird das Spannungsfeld verdeutlicht, in welchem der Körper sich zwischen materieller Gegebenheit und Ort der Konstruktion bewegt.
Demzufolge geben die Bilder der Serie META_ zwar Hinweise auf die Darstellung von Körperlichkeit und Geschlecht, doch gibt das Zeigen der nackten Haut eher Rätsel auf, als dass etwas entblößt wird.
Meine Fotografien sind Inszenierungen des Körpers, die das Gefühl des Verborgenen und Ungewissen aufgreifen. Sie spiegeln ebenso den Prozess des Wandels dar, des Werdens und Vergehens als auch die Darstellung von Weiblichkeit und Männlichkeit, die Anziehung und Irritation gleichermaßen erzeugt.
Besonders das Medium Fotografie rückt die Auseinandersetzung mit der sichtbaren Oberfläche in den Vordergrund. Denn in verstärktem Maße nehmen wir das fotografische Abbild als vermeintliche Realität wahr, erfahren jedoch nichts über die eigentliche Identität des Portraitierten dahinter. Denn ein Bild zeigt nur die Oberfläche eines Menschen in einem bestimmten Moment .
Wie auch die Körpererfahrung sozial und historisch geprägt ist, so ist es auch der Blick auf den menschlichen Körper.

Was bleibt, ist der Köper als Zeichenträger, Gegenstand, Hülle. Er ist Inbegriff des steten Wandels , der Konstruktion aber auch ein Ort der Möglichkeiten.